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Gute Vorbereitung für doppelten Abiturjahrgang
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Bayern ist gut auf die Herausforderungen durch den doppelten Abiturientenjahrgang vorbereitet. Die bayerische Staatsregierung und die bayerische Wirtschaft haben vielfältige Maßnahmen für die Absolventen des doppelten Abiturjahrgangs 2011 getroffen. Darauf haben Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch und der Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.,
Bertram Brossardt, hingewiesen.
„Alle Abiturienten des Jahrgangs 2011, und damit meine ich sowohl die Absolventen des neunjährigen als auch die des achtjährigen Gymnasiums, sollen gleich gute Startbedingungen für ihren weiteren Lebensweg erhalten. Wir haben alle Anstrengungen unternommen, um diesem Anspruch gerecht zu werden“, so Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. „Im Schuljahr 2010/11 werden unsere Lehrkräfte 32.800 Schülerinnen und Schüler über das achtjährige und 36.400 Schülerinnen und Schüler über das neunjährige Gymnasium auf das Abitur vorbereiten. Dies ist eine historische Sondersituation – und wir werden die jungen Menschen im Übergang von der Schule zum Studium oder in den Beruf verantwortungsbewusst begleiten“, betonte der Minister. Dazu habe das Kultusministerium umfassende Vorbereitungen getroffen. Diese reichten von der Vorverlegung der Abiturtermine und der Festsetzung eines besonderen Nachtermins für die Schüler des letzten G9-Jahrgangs über Angebote der Studien- und Berufsorientierung in beiden Jahrgängen bis hin zu einer Ausweitung der Angebote an den beruflichen Schulen für Absolventen aller Schularten.
Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch sagte: „Wir nehmen die Sorgen der Schülerinnen und Schüler ernst. Ich werde persönlich alles daran setzen, dass keine Studienbewerberin und kein Studienbewerber ‚vor der Tür’ bleiben muss. Das sind wir den jungen Menschen schuldig. Das sind wir auch der Zukunft unserer Gesellschaft schuldig. Deshalb haben wir in Bayern frühzeitig ein sehr ehrgeiziges Ausbauprogramm auf die Beine gestellt. Bis 2011 werden wir 38.000 zusätzliche Studienplätze schaffen mit 3.000 zusätzlichen Personalstellen. Über 1.600 sind bereits eingerichtet. Insgesamt wendet der Freistaat allein für den personellen Ausbau bis zum Jahr 2013 eine Milliarde Euro auf.“
Damit die Absolventinnen und Absolventen des letzten G9-Jahrganges ihr Studium bereits im Sommersemester 2011 aufnehmen können, haben die Hochschulen ihre Studienangebote deutlich ausgeweitet: Nach derzeitigem Stand ist in insgesamt 315 Studiengängen ein Studienbeginn im Mai 2011 möglich. Für diejenigen, die nicht sofort ins Studium starten, stehen Überbrückungsangebote wie Propädeutika, Sprachkurse oder studienvorbereitende Kurse bereit.
Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., sieht in dem doppelten Abiturientenjahrgang zwar eine Belastung für den Staatshaushalt und eine administrative Herausforderung. „Gleichzeitig ist er eine große Chance für die Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt. Denn Bayern braucht jeden einzelnen jungen Menschen. Nach unserer Studie `Arbeitslandschaft 2030´ werden in Bayern schon 2015 rund 130.000 Hochschulabsolventen fehlen, bis 2030 sogar 350.000. Es werden also viele hochqualifizierte Absolventen gesucht sein“, sagte Brossardt.
Die bayerische Staatsregierung hat Brossardt zufolge die Hochschulen gut auf den doppelten Abiturientenjahrgang vorbereitet. Auf dem Ausbildungsmarkt rechnet er mit 3.500 bis 7.000 zusätzlichen Bewerbern aus den Gymnasien. „Da die Bewerberzahlen aus den Haupt- und Realschulen aber zurückgehen und das Ausbildungsengagement der Betriebe hoch ist, kann der Ausbildungsmarkt die zusätzlichen Bewerber aufnehmen“, sagte er.
Die Verbände der bayerischen Metall- und Elektroindustrie bayme vbm starten zusammen mit der vbw in Ergänzung zu den Aktivitäten von Kultus- und Wissenschaftsministerium die Kampagne „Chance doppelter Abiturientenjahrgang“. Diese richtet sich an die Schüler, Eltern, Lehrer und Unternehmen. Sie informiert darüber, welche Wege die bayerische Wirtschaft für Abiturienten in dieser besonderen Situation bereithält. Dazu wurde unter anderem auf der Internet-Plattform www.sprungbrett-bayern.de ein „Berufsideengenerator“ eingerichtet, der Schülern konkrete Praktikumsangebote zu ihrem Wunschberuf macht. Außerdem werden Seminare für Lehrkräfte angeboten.
Alle Informationen der Bayerischen Staatsregierung zum doppelten Abiturjahrgang bzw. zu den Studienangeboten der Hochschulen finden Sie unter www.gymnasiale-oberstufe-bayern.de bzw. www.studieren-in-bayern.de.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Pressemitteilung vom 01.09.2010
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Heubisch: "Die Demographie wird uns auffressen!"
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Beim Kolloquium für Promovierende der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, das am 27. August in München stattfand, sprach Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch zum Thema "Wissenschaft, Freiheit und Finanzen". Dabei verdeutlichte der Minister gleich zu Beginn, dass nur eine freie Wissenschaft volkswirtschaftlichen Nutzen stiften könne. Heubisch beschrieb, dass manche zwischen den Themen "Freiheit" und "Finanzen" einen Gegensatz von Anspruch und Wirklichkeit erkannten: Auf der einen Seite seien diejenigen Kritiker zu finden, die bei zu viel Freiheit in der Wissenschaft ein Abdriften in akademische Diskussionen befürchteten mit Ergebnissen, die der Gesellschaft keinerlei Nutzen stifteten. Auf der anderen Seite existierten jene Personen, die mit Blick auf die finanzielle Lage einen Angriff auf die Freiheit der Wissenschaft und eine reine ökonomische Verwertung ihrer Ergebnisse befürchteten. "Dabei kann nur die freie Wissenschaft auch volkswirtschaftlichen Nutzen generieren", so Heubisch zur Beschreibung dieser zwei Gegenpositionen.
Dass auch Wissenschaft und Wirtschaft keine gegensätzlichen Pole darstellten, machte Heubisch klar, indem er aufzeigte, dass die Wirtschaft in einem Hochlohnstandort wie Bayern nur konkurrenzfähig bliebe, wenn sie neue Produkte und neue Produktionsmethoden entwickelte. "Entscheidende Impulse hierfür kommen aus der Wissenschaft", so Heubisch. "Nur echte Innovationen bringen uns voran", begründete Heubisch das finanzielle Engagement des Freistaates in Bereichen wie beispielsweise der Biomedizin.
Der Freistaat konkurriere im Forschungsbereich nicht auf nationaler, sondern auf europäischer und sogar weltweiter Ebene. Dass für diese gewünschten Innovationen ein großer Freiraum nötig ist, stellt für Staatsminister Heubisch eine Selbstverständlichkeit dar: "Nur in der Freiheit entfaltet sich schöpferische Kreativität, und nur schöpferische Kreativität ermöglicht wissenschaftliche Erkenntnis." Die Wissenschafts- und Forschungspolitik sei im Freistaat darauf ausgerichtet, den Hochschulen eine größtmögliche Freiheit zu gewähren. Damit, so Heubisch, solle bei den Hochschulen die Neugierde geweckt und neue Ideen ermöglicht werden.
Der Minister verdeutlichte auch, dass Wissenschaftspolitik die Voraussetzung für eine funktionierende Standortpolitik liefere. Nur mit hervorragend ausgebildeten Hochschulabsolventinnen und -absolventen sei die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Unternehmen zu sichern. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müsse der Modernisierungsprozess an den Hochschulen im Freistaat fortgesetzt werden, um Innovationen für Wissenschaft und Industrie zu ermöglichen. Heubisch lobte in diesem Zusammenhang deutlich die Rolle der Geisteswissenschaften. Gerade diese Disziplinen würden die Diskussion in der Ethik, vor allem im Bereich der ärztlichen Ethik, entscheidend bereichern.
Wichtig sei es nun, so der Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Investitionen in Bildung und Forschung zu sichern, denn diese stellten Investitionen in die Zukunft dar. Heubisch warnte dabei vor Einsparungen in diesen Feldern: "Die Bildung ist eine Investition in Menschen, die man nicht zeitlich verschieben kann." Zugleich sehe er in diesen Investitionen keinen Gegensatz zu der ehrgeizigen Haushaltskonsolidierung. "Beides sicher die Zukunftsfähigkeit unseres Landes." Minister Heubisch betonte, dass Investitionen während des Studiums am entscheidendsten seien. Die öffentliche Diskussion müsse ganz eindeutig auf diesen Aspekt gelenkt werden. "Die Zukunftsfähigkeit unseres Landes liegt nicht in PS-Zahlen oder Reisen in ferne Länder!"
Anschließend stellte der Minister den Promotionstipendiaten anschaulich die Erfolge in der bayerischen Wissenschaftspolitik dar: Durch die Änderung des Berufungsverfahrens von Professorinnen und Professoren seien schnellere Entscheidungen an den Hochschulen erkennbar. Heubisch unterstrich zudem die Bedeutung der Studienbeiträge für den Freistaat Bayern. Die Beiträge würden sinnvoll in Tutorien investiert. Zugleich seien die Gebühren sozial ausgestaltet und mit einem attraktiven Darlehensmodell verbunden. In seiner Amtszeit konnte Heubisch außerdem den Kreis der Studienberechtigten erweitern. Heute könnten auch Absolventinnen und Absolventen der Meisterprüfung einen allgemeinen Hochschulzugang erwerben.
Kein Zurück gibt es für Minister Heubisch bei der Fortführung des Bologna-Prozesses. Die neu eingeführten Bachelorstudiengänge würden zumeist positiv bewertet.
Zum Abschluss betonte der Staatsminister, dass das Humboldtsche Bildungsideal nach wie vor gelebt würde. Zu Humboldts Zeiten studierten lediglich zwei von Hundert Deutschen. Heute sind es 40 Prozent jedes Jahrganges, die ein Studium aufnähmen. Doch auch mit diesem Erreichten möchte sich Heubisch nicht zufrieden geben: "Es soll eine Selbstverständlichkeit sein, an einer Hochschule zu studieren."
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Minister Heubisch im Interview mit der "Abendzeitung"
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Im Interview mit der "Abendzeitung", Ausgabe vom 27. August 2010, spricht Minister Dr. Wolfgang über die Strahlkraft der Landeshauptstadt München in der Kulturszene, die Fortentwicklung des Museumsareals sowie die Diskussion um einen möglichen neuen Konzertsaal.
Das vollständige Interview finden Sie unter folgendem Link: http://www.abendzeitung.de/kultur/208492
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Heubisch: "Investiert in die Wissenschaft!"
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"Ein ausgeglichener Haushalt ist ein wichtiges Ziel, weil er verhindert, dass wir auf Kosten kommender Generationen leben. Gefährlich wird es, wenn wir mit falschen Sparentscheidungen Investitionen in Bildung und Forschung zurückfahren und so die Zukunftsaussichten unseres Landes beschneiden." Das betont Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch in einem Gastkommentar in der Welt.
"Die Hochschulen stehen aktuell vor historischen Herausforderungen. In den nächsten Jahren streben die letzten geburtenstarken Jahrgänge Deutschlands an die Universitäten. Verstärkt wird dieser Run noch durch die doppelten Abiturjahrgänge durch die Verkürzung der Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre. In Bayern ist es 2011 so weit. Die jungen Leute stehen jetzt vor dem Abitur. Sie wollen jetzt studieren. Sie brauchen jetzt eine gute Ausbildung. Da können wir nichts verschieben. Da lässt sich nichts mehr nachholen. Da zählt jetzt jedes Jahr!"
Den kompletten Gast-Kommentar finden Sie unter:
http://www.welt.de/die-welt/debatte/article9183105/Investiert-in-die-Wissenschaft.html
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Heubisch: "Keine Rückkehr zum Dipl.-Ing."
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„Eine Wiedereinführung des Diplom-Ingenieurs wäre ein irreführendes Signal für die Akzeptanz der Bologna-Reform“, betont Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch. Es müsse beim jetzigen Übergang von der bisher einphasigen Ausbildung auf die neuen Bachelor- und Masterabschlüsse aber deutlich werden, dass die bewährte Qualität ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung auch mit den neuen Abschlüssen erhalten bleibe. „Die Technische Universität München bestätigt deshalb in der Urkunde über die Verleihung des akademischen Grades die Äquivalenz des Mastergrades mit den alten Abschlüssen in den Diplomstudiengängen. Das halte ich für eine sehr gute Lösung, die ich ausdrücklich gebilligt habe“, betont Heubisch. Entgegen von in der CSU geäußerten Stimmen bedeute dies aber nicht, dass Absolventen von Masterstudiengängen den akademischen Grad „Dipl.-Ing.“ zusätzlich oder im Wechsel mit dem Mastergrad führen dürften. Grundsätzlich gelte das Prinzip ein Abschluss, ein Grad. Es dürfe daher nur der Mastergrad geführt werden.
Eine formale Rückkehr zu den alten Abschlussbezeichnungen lehnt Heubisch auch deshalb ab, weil dies ein wesentliches Ziel der Bologna-Reform, nämlich den Bachelorabschluss als echten ersten berufsqualifizierenden Abschluss zu etablieren, gefährde. „Dies hätte nicht nur negative Auswirkungen für die Akzeptanz des Bachelorabschlusses auf dem Arbeitsmarkt. Es wäre auch im Hinblick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Hochschulabsolventen ein nicht hinnehmbarer Rückschritt“, so Heubisch.
Ergänzend verweist Heubisch darauf, dass Absolventen einschlägiger Bachelor-, Master- und Diplomstudiengänge gemäß dem bayerischen Ingenieurgesetz nach wie vor die Berufsbezeichnung „Ingenieur“ führen dürften. Voraussetzung sei ein mindestens dreijähriges Studium einer technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung an einer deutschen wissenschaftlichen Hochschule oder an einer deutschen Fachhochschule. Dies könne in den Abschlusszeugnissen bestätigt werden. Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
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Verleihung der Bayerischen Kunstförderpreise
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Bayerische Kunstförderpreise 2010 in der Sparte Bildende Kunst an Susu Gorth, Eva-Maria Raschpichler, Christian Schnurer, Frank Stürmer und Carlos de Abreu
Die Bayerischen Kunstförderpreise gehen in diesem Jahr in der Sparte Bildende Kunst an Susu Gorth, Eva-Maria Raschbichler, Christian Schnurer, Frank Stürmer und Carlos de Abreu. „Der Bayerische Kunstförderpreis ist Anerkennung für das bisher Geleistete und soll zugleich Ansporn und Unterstützung für den eingeschlagenen künstlerischen Werdegang sein“, betont Kunstminister Wolfgang Heubisch. „Auch die in diesem Jahr ausgewählten Preisträger zeigen die beeindruckende Bandbreite und Qualität von künstlerischen Positionen der jungen Bildenden Kunst in Bayern.“ Die Preise sind jeweils mit 5.000 Euro dotiert.
Die in München lebende Künstlerin Susu Gorth arbeitet mit Gebrauchsmaterialien wie Bauschaumstoff, die sie in farbenfrohe Wesen verwandelt, wie etwa eine Art großer Pudel aus gelbem Schaumstoff. Nach Überzeugung der Jury zeugt ihr Werk von der notwendigen Eigenständigkeit und Eigenwilligkeit, damit sich die skulpturalen Wesen im Raum behaupten, wobei Luft, Organisches, Beweglichkeit, Künstliches und Triviales im Spiel sind, aber auch etwas kindlich Anrührendes und Comichaftes. Mit einer eigenen künstlerischen Handschrift und der Originalität ihrer Arbeiten konnte sie die Jury überzeugen.
Die in Nürnberg lebende Künstlerin Eva-Maria Raschpichler zeichnet sich nach dem Votum der Jury als genaue Beobachterin aus, die Materialien in ihrer Wirk- und Funktionsweise „auf beinah forensische Art in den Fokus“ nimmt. Die Bilderwelten, die sie entwickelt, werden für den Betrachter zum Spiegel, in dem er sich seiner Urängste und seiner Faszination gegenüber unerklärlichen und unheimlichen Phänomen neu bewusst werden könne. Zart und vergänglich erscheinen, so die Gutachter, viele ihrer Zeichnungen, die übermalten Fotografien und Collagen. Ihr besonderes Talent liege im Erkennen der Schönheit und der Magie der sie umgebenden Alltagsdinge und -zustände, die sie mit subtilen Eingriffen hervorhebt.
Die Installationen des in München lebenden Künstlers Christian Schnurer zeichnen sich nach der Auffassung der Jury dadurch aus, dass sie mit Kraft und Gefahr spielen und den gedanklichen Moment ausreizen, alles beherrschen zu können, und damit eine Situation der realen Irritation schaffen. Die Gerätschaften, wie beispielsweise Sprenggürtel und Bomben, mit denen Schnurer klar und kompromisslos konfrontiere, seien dem Betrachter bildhaft als Medienereignisse bekannt. Es entstehe, so die Gutachter, ein ambivalentes Verhältnis zwischen Angst, Furcht und Ablehnung einerseits und Faszination an den Möglichkeiten von Gewalt und Macht andererseits.
Der in München lebende Künstler Frank Stürmer konnte die Jury mit seinen fotographischen und filmischen Arbeiten überzeugen, mit denen er sich auf Handlungsabläufe und Grundsituationen konzentriert, die beinahe überall zu finden sind. Dabei betrachtet er die ihn umgebende Welt in der Rolle eines Sammlers und hält durch einen sensiblen und interessierten Blick jene Eindrücke und Situationen fest, die sich einer herkömmlichen Wahrnehmung meist entziehen. Nach Überzeugung der Gutachter ist der von Frank Stürmer mit seinen Arbeiten beschriebene Weg subtil und indirekt. Dieser besondere Blick auf die Welt sei das, was am Werk Frank Stürmers fasziniert, so die Jury.
Den Spezialpreis für Bildende Kunst, der in diesem Jahr an „Arbeiten mit Licht“ geht, erhält der in München lebende Künstler Carlos de Abreu. Seine Lichtinstallationen hinterfragen spielerisch die Möglichkeit eines spirituellen Raums und stellen die Frage, inwieweit wir bereit sind, die Helligkeit der Erleuchtung zu ertragen oder ob wir nicht eher die Grauzonen, die Unklarheiten, bevorzugen. Entscheidend für die formale und inhaltliche Essenz wird dabei, so die Jury, stets das Medium Licht, das die jeweils eigene, originelle Pointe schafft. „Licht“ werde nicht als funktionales Beleuchtungsmedium, sondern als künstlerische Ausdrucksform genutzt.
Der Bayerische Kunstförderpreis soll junge, begabte Künstler unterstützen. Die Preisträger müssen in Bayern leben, dürfen höchstens 40 Jahre alt sein, sollen über eine außergewöhnliche Begabung verfügen und durch hervorragende Leistungen hervorgetreten sein. Die Preise werden vom Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst auf Vorschlag einer unabhängigen Jury vergeben. Kunstminister Heubisch wird alle Bayerischen Kunstförderpreise, die auch an Künstler in den Sparten Musik, Darstellende Kunst und Literatur verliehen werden, am 19. November 2010 in der Münchner Residenz überreichen.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Pressemitteilung vom 24.08.2010
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Grünes Licht für den Neubau eines Biomedizinischen Zentrums
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Heubisch: „Bayern baut Spitzenposition in der biomedizinischen Forschung weiter aus“
Wissenschaftsminister Heubisch hat den rund 125 Millionen Euro teuren Neubau des Biomedizinischen Zentrums (BMC) der Ludwig-Maximilians-Universität München freigegeben. Das Leuchtturmprojekt wird auf dem LifeScience Campus in Martinsried als unmittelbares Gegenüber zum Biozentrum der LMU verwirklicht.
Das künftige Biomedizinische Zentrum der LMU wird Medizin und Naturwissenschaften enger verzahnen und Synergieeffekte nutzen. In dem Neubau mit rund 18.000 Quadratmetern Hauptnutzfläche werden eine Reihe vorklinischer Institute und fachverwandte klinische Forschergruppen untergebracht sein, die sich bislang auf mehrere Gebäude verteilt in der Münchner Innenstadt befinden. Kernstück des BMC ist das Zentrum für Angewandte Zellforschung, das Arbeitsgruppen aus Molekular- und Zellbiologie, Biochemie, Physiologie, Physiologische Genomik und Klinische Neuroimmunologie die konzentrierte Arbeit an dieser Forschungsthematik ermöglichen wird. Das sogenannte „cell center“ wird aufgrund seiner herausragenden Leistungskraft als Forschungsbau vom Bund zur Hälfte mitfinanziert.
Die räumliche Nähe zu den Max-Planck-Instituten für Biochemie und für Neurobiologie wie auch zum Innovations- und Gründerzentrum (IZB) wird darüber hinaus die Kooperation mit den außeruniversitären Einrichtungen und HighTech-Unternehmen erleichtern. Planegg-Martinsried ist ein weltweit angesehener Biotechstandort. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch: „Mit dem Biomedizinischen Zentrum kann Bayern auch seine Spitzenposition unter den führenden Standorten für biomedizinische Forschung in Europa weiter ausbauen."
Das Biomedizinische Zentrum, eines der zentralen Hochbauprojekte Bayerns in den nächsten Jahren, wird bis zum Jahr 2014 in Betrieb gehen.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Pressemitteilung vom 20.08.2010
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Heubisch: Kein Weg zurück zum Diplom-Ingenieur
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Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) lehnt eine Wiedereinführung des Titels «Diplom-Ingenieur» ab. Das Nachrichtenmagazin «Focus» zitiert Heubisch in seinem Bayernmagazin mit den Worten, dass solch ein Schritt ein «irreführendes Signal für die Akzeptanz der Bologna-Reform» wäre. Er sehe dafür «keine praktische Notwendigkeit». Heubisch stellt sich damit unter anderem gegen die Technische Universität München, die vor zwei Wochen angekündigt hatte, den Titel «Diplom-Ingenieur» parallel zum Master-Abschluss vergeben zu wollen. In Bayern ist es dem Ministerium zufolge Universitäten und Fachhochschulen nicht mehr möglich, diesen akademischen Grad zu verleihen. Laut Ingenieurgesetz dürfen Absolventen eines «mindestens dreijährigen Studiums» aber weiterhin die Berufsbezeichnung Ingenieur führen. Quelle: ddp
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Preis für hervorragende Abschluss- und Promotionsarbeiten
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Bayerns beste Ingenieurstudentinnen erhalten Preis für hervorragende Abschluss- und Promotionsarbeiten
Für ihre hervorragenden Diplom-, Bachelor- und Doktorarbeiten zeichnet Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch in diesem Jahr fünf Studentinnen der Ingenieurwissenschaften an bayerischen Hochschulen aus. Ziel des Preises ist, Studienanfängerinnen weibliche Vorbilder zu vermitteln und die Attraktivität der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge für Frauen zu steigern. Heubisch betont: „Der Preis würdigt hervorragende Leistungen von Studentinnen auf dem Gebiet der Ingenieurwissenschaften. Gleichzeitig soll er junge Frauen dazu ermutigen, sich für ein ingenieurwissenschaftliches Studium zu entscheiden.“ Die Auszeichnung wird aufgrund von Vorschlägen der Hochschulen verliehen und ist mit einem Preisgeld von 2.000 Euro dotiert.
Die diesjährigen Preisträgerinnen sind:
1. Dr.-Ing. Karin Krüger (Auszeichnung für Dissertation)
Studiengang Maschinenwesen an der Technischen Universität München
2. Dipl.-Ing. Univ. Stephanie Bajus (Auszeichnung für Diplomarbeit)
Studiengang Chemie- und Bioingenieurwesen an der Universität Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
3. Dipl.-Ing. (FH) Anne Plessing (Auszeichnung für Diplomarbeit)
Studiengang Werkstoff- und Oberflächentechnik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Hof
4. Petra Dotzauer B.Sc. (Auszeichnung für Bachelorarbeit)
Studiengang Physikalische Technik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule München
5. Dipl.-Ing. (FH) Stephanie Reinhardt (Auszeichnung für Diplomarbeit)
Studiengang Bauingenieurwesen an der Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Augsburg
Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch verleiht die Preise am 23. September 2010 in München.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Pressemitteilung vom 11.08.2010
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Mit „FLÜGGE“ zum erfolgreichen Unternehmen
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Wissenschaftsministerium fördert sieben weitere innovative Hochschulausgründungen
Sieben neue Gründungsprojekte aus Bayerns Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften unterstützt das Wissenschaftsministerium in diesem Jahr im Rahmen des „Bayerischen Förderprogramms zum leichteren Übergang in eine Gründerexistenz“ (FLÜGGE). Die Gründungsvorhaben der erfolgreichen Teilnehmer der diesjährigen Förderrunde von FLÜGGE sind an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Technischen Universität München (mit zwei Projekten) sowie den Hochschulen für angewandte Wissenschaften München, Regensburg und Würzburg-Schweinfurt angesiedelt. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch zur Bedeutung von FLÜGGE: „Wir wollen mit dem Programm den Gründergeist an den bayerischen Hochschulen fördern, indem wir unternehmerisch ambitionierten Absolventen und Wissenschaftlern den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern und ihnen dabei helfen, ihre zukunftsweisenden Geschäftsideen in die Tat umzusetzen.“
Das Förderprogramm FLÜGGE bietet Hochschulabsolventinnen und -absolventen sowie Hochschulmitarbeiterinnen und -mitarbeitern die Chance, für bis zu zwei Jahre in Teilzeit an einer Hochschule zu arbeiten und parallel dazu ein Unternehmen aufzubauen. Bewerbungsvoraussetzung ist eine innovative Unternehmensidee aus dem Produktions- oder Dienstleistungsbereich, die nachhaltiges Wachstumspotenzial verspricht und in einem aussichtsreichen Geschäftsplan ausgearbeitet ist. Das Ende 1997 ins Leben gerufene Förderprogramm hat bislang 113 Vorhaben mit rund acht Millionen Euro gefördert. Davon konnten sich nahezu 80 Prozent als Unternehmen erfolgreich am Markt etablieren oder verkauft werden. Insgesamt wurden dadurch mehr als 1.100 neue Arbeitsplätze geschaffen.
FLÜGGE-Unternehmen haben bereits bedeutende Preise gewonnen, etwa die Auszeichnung „Multimedia-Gründung des Jahres“ (Artificial Technology), den „ispo BrandNew Award“ (Moticon GmbH) oder den „FAST 50 Award“ (ibidi GmbH). Beispiel für ein aktuell durch FLÜGGE gefördertes Unternehmen ist die GNA Bisolutions GmbH, eine Ausgründung der Sektion Physik und des Center for Nanoscience der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Gründer von GNA Biosolutions entwickeln eine Technologie, die kostengünstigere und schnellere DNA-Analysen ermöglicht.
Für nähere Informationen zum Programm siehe www.fluegge-bayern.de.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Pressemitteilung vom 10.08.2010
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