„Chancen und Risiken der Grünen Gentechnik in Wissenschaft und Praxis“ – Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Grünen Gentechnologie an der Universität Würzburg

Anlässlich der morgigen Informations- und Diskussionsveranstaltung „Chancen und Risiken der Grünen Gentechnik in Wissenschaft und Praxis“ an der Universität Würzburg erklärt Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch: „Die Diskussion um die Grüne Gentechnologie ist notwendig. Sie darf aber nicht dazu führen, dass wir unser grundsätzliches Bekenntnis zum Forschungs- und Technologiestandort Bayern in Frage stellen. Es ist klar: Jede Forschung betritt Neuland und steht an der Schwelle von Sicherheit und Unsicherheit. Doch nur auf Grundlage belastbarer Forschungsergebnisse können wir verantwortungsvolle Entscheidungen treffen, die Chancen und Risiken angemessen berücksichtigen. Deshalb plädiere ich für weitere intensive und grundlegende Forschung auf dem Gebiet der Grünen Gentechnologie. Auch zu Freilandversuchen dürfen wir nicht vorschnell und grundsätzlich „Nein“ sagen.“ Ebenso wichtig sei es aber, auf die Bedenken der Menschen einzugehen. „Die Wissenschaft hat hier eine Bringschuld. Sie muss die Öffentlichkeit über ihre Arbeit informieren“, so der Minister weiter.
Die Veranstaltung an der Universität Würzburg setzt den öffentlichen Diskurs über die Grüne Gentechnologie fort, der am 20. Juli 2009 mit dem Symposium „Grüne Gentechnologie – Chancen und Risiken der Forschung“ begann. „Die Münchner Veranstaltung hat gezeigt, wie groß der Informations- und Diskussionsbedarf zur Grünen Gentechnologie ist“, so Heubisch. „Wir wollen diesen Dialog in Bayern daher fortsetzen – Gegner und Befürworter sollen die Möglichkeit haben, kritisch aber auch offen aufeinander zuzugehen.“ In Würzburg diskutieren auf dem Podium: Landwirt Reinhard Dennerlein, Thomas Dosch (Vorsitzender Bioland e.V.), Dr. Ulrich Ehlers (Bundesanstalt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit), Professor Dr. Rainer Hedrich (Lehrstuhl für Botanik an der Universität Würzburg) und Professor Dr. Olaf Sosnitza (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handelsrecht, Gewerblicher Rechtschutz und Urheberrecht an der Universität Würzburg).

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Pressemitteilung vom 24.11.2009