Kunstminister Heubisch begrüßt Aufnahme der drei ältesten Nibelungenlied-Handschriften in das UNESCO-Weltdokumentenerbe

Drei vollständig erhaltene Handschriften des Nibelungenlieds aus dem 13. Jahrhundert sind auf Antrag der Bayerischen Staatsbibliothek in das UNESCO-Weltdokumentenerbe (UNESCO-Register „Memory of the World“) aufgenommen worden. Kunstminister Wolfgang Heubisch sagte anlässlich des heutigen Festaktes in der Bayerischen Staatsbibliothek: „Das Nibelungenlied ist ein zentrales Zeugnis der europäischen Kulturgeschichte und ein Stück Weltliteratur. Ich freue mich, dass durch die Aufnahme in das UNESCO-Weltdokumentenerbe die drei ältesten Überlieferungen des Nibelungenlieds gewürdigt werden.“ Eine der drei Handschriften ist die Handschrift A aus dem Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek in München, die im Rahmen der Ausstellung „Unsterblicher Heldengesang“ noch bis zum 7. Februar 2010 in der Staatsbibliothek zu sehen ist. Die Handschriften B und C werden in St. Gallen und Karlsruhe aufbewahrt. Insgesamt existieren 11 vollständige Überlieferungen des Nibelungenlieds.
Die in das UNESCO-Register „Memory of the World“ aufgenommenen Dokumente sollen durch vollständige Digitalisierung weltweit zugänglich gemacht werden, um sie auf diese Weise vor Verlust zu schützen und im Bewusstsein der Wissensgesellschaft fest zu verankern. Heubisch: „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, unsere kulturelle Überlieferung in enger Zusammenarbeit mit den Bibliotheken und Archiven zu bewahren. Originalerhalt und Digitalisierung müssen im 21. Jahrhundert Hand in Hand gehen. Nur so können wir die reichen Schätze unseres kulturellen Erbes für die Zukunft erhalten und den nächsten Generationen präsentieren.“

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Pressemitteilung vom 26.01.2010