Der Freistaat Bayern und das Goethe-Institut werden in Zukunft stärker zusammenarbeiten. Vertreter des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus und des Goethe-Instituts unterzeichneten am 5. Februar in München einen entsprechenden Kooperationsvertrag.
Der Amtschef des Kunstministeriums, Ministerialdirektor Friedrich Wilhelm Rothenpieler, begrüßt die Kooperation: „Von dieser Vereinbarung können beide Seiten nur profitieren. Das gebündelte Know-how der Partner stärkt das gemeinsame Anliegen, bayerische und deutsche Kultur über die Grenzen Deutschlands hinaus zu vermitteln. Wir dürfen gespannt sein auf die kommenden gemeinsamen Projekte.“ Ministerialdirigent Josef Kufner vom Kultusministerium ergänzte: „Es ist wichtig, über den Tellerrand zu blicken. Eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Goethe-Institut und Freistaat Bayern wird dabei helfen, diesen Blick zu stärken und dadurch kulturelle Brücken bauen - auch, weil das Goethe-Institut mit der Partnerschulinitiative des Auswärtigen Amts ‚PASCH’ Schulkooperationen in besonderer Weise in den Mittelpunkt stellt.“
Hans-Georg Knopp, Generalsekretär des Goethe-Instituts sagte: „Das Goethe-Institut mit seinem weltweiten Netzwerk arbeitet nicht nur im Ausland, sondern auch in Deutschland sehr eng mit seinen Partnern zusammen. Ich freue mich, dass durch die Kooperation mit dem Freistaat Bayern unsere bisherige Vernetzung mit bayerischen Kultur- und Bildungseinrichtungen stärker gebündelt und die Zusammenarbeit auf eine neue Ebene gehoben werden kann.“
Durch regelmäßige Treffen zwischen den Vertretern des Freistaates Bayern und des Goethe-Instituts sollen der Gedanken- und Erfahrungsaustausch verbessert und Partnerstrukturen gemeinsam genutzt werden. Die bewährten Formen der Zusammenarbeit, wie etwa Hospitationen von bayerischen Lehrkräften an den Partnerschulen Deutschlands im Ausland, werden durch den Kooperationsvertrag verstärkt. Die neuen Angebote und konkreten Projekte, die gemeinsam entwickelt werden, können an den Instituten im Ausland oder in der Zentrale des Goethe-Instituts in München durchgeführt werden. Darüber hinaus wird das Goethe-Institut den Freistaat Bayern bei der Pflege und dem Ausbau seiner kulturellen Außenbeziehungen unterstützen. Beide Seiten streben auch einen Personalaustausch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Goethe-Instituts sowie vom Freistaat Bayern getragener Kultur- und Bildungseinrichtungen an. Alle Vorhaben werden von den beteiligten Institutionen gemeinsam begleitet.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Pressemitteilung vom 05.02.2010