Neubau des Zentrums für Nanotechnologie und Nanomaterialien der TU München eingeweiht / Wissenschaftsminister Heubisch: „Großartige Entwicklung des Walter-Schottky-Instituts macht Erweiterung notwendig“


Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch weiht heute in Garching das Zentrum für Nanotechnologie und Nanomaterialien (ZNN) als Erweiterung des Walter-Schottky-Instituts der Technischen Universität München ein. Der Forschungsbetrieb am ZNN soll noch in diesem Sommer starten. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch betont, dass die großartige Entwicklung des Walter-Schottky-Instituts den Erweiterungsbau notwendig gemacht habe: „Die Verantwortlichen des Walter-Schottky-Instituts in Garching haben mit ihrem Konzept, Wissenschaft und Wirtschaft zu vernetzen, Maßstäbe in der bayerischen Wissenschaftslandschaft gesetzt. Das Forschungszentrum ist zum Anziehungspunkt für die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt geworden und nimmt deutschlandweit eine Spitzenstellung ein. Das neue Institut wird maßgeblich dazu beitragen, dass der Freistaat Bayern auf dem Zukunftsgebiet der Nanowissenschaften international konkurrenzfähig bleibt.“ Das Institut mit Baukosten in Höhe von rund 12 Millionen Euro wurde zur Hälfte aus dem Forschungsbauprogramm des Bundes und der Länder finanziert. Darüber hinaus flossen Mittel aus dem Investitionsprogramm Bayern 2020 in den Neubau.
Der Freistaat Bayern zählt vor allem im Bereich der Forschung zu den führenden Nanotechnologie-Standorten in Deutschland und ist auch international sehr gut aufgestellt. Insgesamt arbeiten rund 100 Lehrstühle an bayerischen Hochschulen an Nanotechnologiethemen, oft in regionalen oder thematischen Verbünden. Darüber hinaus untersuchen vier Fraunhofer-Institute und ein Max-Planck-Institut nanotechnologische Fragestellungen. Die Nanotechnologie bietet als Querschnittstechnologie zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für Wissenschaft und Wirtschaft. Um die Forschungsergebnisse möglichst schnell in Produkte und Verfahren umzusetzen, fördert das Wissenschaftsministerium im Rahmen der „Initiative Allianz Bayern Innovativ“ einen eigenen Cluster „Nanotechnologie.“

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Pressemitteilung vom 19.07.2010