Söder und Heubisch setzen Expertengruppe zur Erarbeitung eines Konzepts ein

Verbunden mit der Olympiabewerbung strebt die Bayerische Staatsregierung ein interdisziplinäres Zentrum für Nachhaltigkeit in Garmisch-Partenkirchen an. In dem Gebäude soll während der Olympischen Spiele das Medienzentrum auf einer Nutzfläche von über 10.000 qm untergebracht werden. Das Aufgabenspektrum des Zentrums soll die Bereiche Forschung, Lehre und Beratung zu anwendungsorientierten Nachhaltigkeitsstrategien umfassen, mit besonderem Fokus auf regionalen Strategien für den Alpenraum. Umweltminister Markus Söder: „Nachhaltiges Handeln muss in allen Lebensbereichen verankert sein. Der Alpenraum ist durch seine besonderen Herausforderungen seit jeher mit dieser Thematik verbunden. Damit ist Garmisch-Partenkirchen idealer Standort für ein solches Zentrum.“ Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch und Umweltminister Söder haben sich darauf verständigt, eine Expertengruppe mit Vertretern der Münchner Hochschulen und der im Raum angesiedelten Forschungseinrichtungen wie der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus sowie Landkreis und Markt Garmisch-Partenkirchen einzurichten, um dafür ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten. Heubisch betonte: „Der Mehrwert eines solchen Zentrums liegt im Anwendungsbezug, also dem Umsetzen von Forschungsergebnissen.“ Das Zentrum bedürfe der engen Vernetzung mit den als Partnern beteiligten Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Es solle zudem die Brücke schlagen zwischen Wissenschaft auf der einen, Politik, Verwaltung und Wirtschaft auf der anderen Seite, so Heubisch.
Söder hob hervor, dass das Zentrum ein Leuchtturm für die gerade unter der Federführung des Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit entstehende Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie sein könnte. "Auch künftig muss Bayern ökologisch, sozial und wirtschaftlich auf Erfolgskurs bleiben. Ein Zentrum für Nachhaltigkeit kann Signalwirkung weit über den Freistaat hinaus entwickeln", so Söder.
Die Expertengruppe soll ihr Konzept bis Mitte 2011 vorlegen. Wenn im Juli 2011 das IOC positiv über die Olympiabewerbung entscheidet, können dann die weiteren Schritte eingeleitet werden. Andernfalls müsste überlegt werden, ob auch ohne Olympische Spiele das Zentrum verwirklicht werden kann.

Quelle: Bericht aus der Kabinettssitzung (www.landesportal-bayern.de), 27.07.2010